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sanego gewinnt das Verfahren vor dem BHG. Nutzer dürfen weiterhin anonym bleiben.

Dienstag, Juli 1st, 2014

Heute hat der Bundesgerichtshof in einem Grundsatzurteil bestimmt, dass sanego nicht befugt ist Nutzerdaten an einen Arzt herauszugeben.

Die Anonymität der Nutzer darf nach der Vorschrift des Telemediengesetzes nur in wenigen Ausnahmen aufgehoben werden. “Der Schutz der Persönlichkeitsrechte ist nicht genannt.” , so der der Vorsitzende Richter Gregor Galke vom BGH.

In diesem Fall hatte sanego Bewertungen für einen Arzt mehrfach gelöscht, der Arzt hatte die Herausgabe der Nutzerdaten gefordert.

Das Urteil ist wegweisend für viele Branchen. Es stärkt die Position von Nutzern und leistet einen Beitrag zu einer besseren Transparenz, die auch im Sinne der Ärzte ist.

Es bestätigt die Praxis von sanego, Nutzerdaten nur dann an die Staatsanwaltschaft herauszugeben, wenn der Bewerter gegen gesetzliche Vorschriften verstößt und der Arzt eine Klage einreicht.

sanego arbeitet aktiv daran die Nutzerdaten zu schützen. So werden z.B. IP Adressen nur mit einem Hash-Wert gespeichert, der es zwar ermöglicht einen Nutzer wieder zu erkennen, der aber nicht zum Nutzer zurück verfolgt werden kann.

Darüber hinaus gibt es für den Arzt die Möglichkeit jederzeit eine Bewertung als Missbrauch zu melden. Der Beitrag wird sofort offline gestellt. Der Kontakt zum Verfasser ermöglicht dem Arzt im Dialog eine Einigung zu erzielen. Der Nutzer bleibt dabei jederzeit anonym.

Der beste Schutz vor einzelnen negativen Bewertung für Ärzte ist es jedoch möglichst viele Patienten zu einer Bewertung zu bewegen und so ein ausgeglichenes Meinungsbild zu erzeugen. Patienten mit negativen Erfahrungen haben die Tendenz schneller eine Bewertung abzugeben, als zufriedene Patienten. Es ist daher hilfreich diese direkt darauf hinzuweisen, z.B. durch das Verteilen von Bewertungskarten.

In anderen Branchen, wie Hotels, in Autohäusern oder im Finanzbereich ist die Bitte um Bewertung der eigenen Leistung bereits üblich.